Eranos hat sich seit seiner Gründung 1933 vor allem um eine Begegnung zwischen den Kulturen, aber auch zwischen Natur- und Geisteswissenschaften bemüht; dabei kommen der Psychologie des Unbewussten und den Religionswissenschaften wichtige Mittlerrollen zu. Aber Eranos ist auch ein Forum, das die wissenschaftliche Erforschung von Randgebieten mit einbezieht: Alchemie, Mystik und Hermetik.

Die Tagungen sind öffentlich und für alle Interessierten zugänglich. Das griechische Wort Eranos meint ein Gastmahl, das von den mitgebrachten Gaben der Gäste lebt. In diesem Fall bestehen die Gaben aus Beiträgen namhafter Wissenschaftler aus ganz verschiedenen Fachgebieten zu einem vorher festgelegten Thema. In den Referaten soll der Mensch im Vordergrund stehen, denn „die wahre Geschichte des Geistes ist nicht in gelehrten Büchern aufbewahrt, sondern in dem lebenden seelischen Organismus jedes einzelnen.“(C.G. Jung) Seit 2001 hat der „Verein zur Förderung der wissenschaftlichen Tagungen von Eranos“ sich zum Ziele gesetzt, die Tagungen in diesem umfassenden Sinn weiterzuführen.

Unsere Tagungen finden einmal jährlich in Ascona statt, in der Regel Ende August, dauern vier Tage und sind für alle Menschen offen, die dem Geist der Zukunft nachspüren möchten. Dem Referat am Morgen folgt eine ausführliche Diskussion der Teilnehmer mit dem Referenten am Nachmittag, so dass viel Zeit bleibt, dem jeweiligen Thema gemeinsam auf den Grund zu gehen.

Erik Hornung und Andreas Schweizer

 

Artikel: "Abenteuer Eranos" von Erik Hornung

Artikel: "Was ist so besonders an Eranos?" von Hans Thomas Hakl

Das Sonnenkind-Signet von Eranos